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Erotische Literatur

Erotische Literatur unterscheidet sich zunächst einmal grundlegend von Pornographie, indem sie eine Geschichte erzählt und nicht die Aneinanderreihung von sexuellen Handlungen das Einzige ist, was uns anregen soll. Geist und Witz gehören ebenso zur erotischen Literatur, bei der es sich eben um literarische Texte handelt, und oft sogar um große Werke, die einen erotischen Hintergrund haben.

Auch Goethe verarbeitete seine erotischen Erlebnisse zu Gedichten, die noch heute zu den berühmtesten und ältesten Werken der Erotikliteratur zählen.

Auch Goethe verarbeitete seine erotischen Erlebnisse zu Gedichten, die noch heute zu den berühmtesten und ältesten Werken der Erotikliteratur zählen.

Bereits im Alten Testament findet man erotische Beschreibungen. Ovid schrieb im 17.Jahrhundert über die Liebeskunst, Johann Wolfgang von Goethe verfasste im 18. Jahrhundert zahlreiche erotische Geschichten und Gedichte und Giacomo Casanova brachte seine erotischen Erlebnisse in die Form eines literarischen Tagebuchs zur Geltung. Große Dichter erotischer Literatur des 20. Jahrhunderts sind beispielsweise Henry Miller und Vladimir Nabokov, dessen Roman “Lolita” weltbekannt ist. Anais Nin schieb mehrere Bücher, die hoch erotische Geschichten enthalten, zum Beispiel den Band “Das Delta der Venus”. Der japanische Dichter Haruki Murakami gilt auch als ein Meister der erotischen Literatur. Momentan ist der erotische Roman “Shades of Grey” in den Bestsellerlisten, wobei es sich hierbei um die Beschreibung einer Beziehung handelt, die leichte sado-masochistische Züge hat. Schließlich war auch der Marquis de Sade ein Schöpfer erotischer Literatur.

In jedem Fall setzen sich Bücher mit erotischer Literatur durch ihren Stil, ihre Erzählkunst und die Wortwahl deutlich ab von bloßer Pornographie. Somit kann man diese Bücher auch in aller Öffentlichkeit lesen, ohne rote Ohren zu bekommen. Erotische Literatur hat den Weg in die Bibliotheken, in die Hochschulen und Universitäten und ins Wohnzimmer gefunden, die Literaturkritik beschäftigt sich damit und man diskutiert offen über die unterschiedlichen erotischen Texte. Trotzdem gibt es Unterschiede zwischen den Geschlechtern, was die Beliebtheit dieser Texte betrifft. Frauen lesen gerne Anais Nin, sie lesen “Shades of Gray” oder “De Memoiren einer Sängerin”. Männer mögen es gemeinhin gerne etwas deutlicher, sie bevorzugen beispielsweise “Josefine Mutzenbacher” oder “Die Memoiren der Fanny Hill”. “Lady Chatterley” wird allerdings gerne sowohl von Mann als auch von Frau gelesen und gilt als ein bedeutendes Werk der erotischen Literatur.